HETZENDORF ONLINE Archiv der Vorschauen und Nachrichten vom Jahre 2003

Gastartikel

Hetzendorfer Straße: Tempo 30 oder Vorrang für Raser?

Datum 14. Dezember 2000

WIEN-HETZENDORF. Am 13. September kam es in der Hetzendorfer Straße wieder einmal zu einem Verkehrsunfall mit Personenschaden: Ein Reisebus schlitterte an der Kreuzung Kiningergasse auf den Gehsteig und rammte dabei einen Passanten, einen abgestellten PKW und einen Baum.

Ein vom fraktionslosen Bezirksrat Franz Schodl im Bezirksparlament – bereits zum wiederholten Male – eingebrachter Antrag auf Tempo 30 in der Hetzendorfer Straße wurde von der MA 46 (Verkehr) beeinsprucht: Erst nach einer Entlastung durch die Sagedergasse könne man über Tempo 30 in der Hetzendorfer Straße reden.

Wie viele Verkehrsunfälle mit Personenschaden will man bis dahin den Bewohnern Hetzendorfs noch zumuten?

(Franz Schodl)

Näheres unter: Bi "Rettet Hetzendorf!"


Nachrichten

Lainzer Tunnel wird vorläufig nicht gebaut!

Datum 19. Mai 2000

WIEN-HETZENDORF. Verkehrsminister Schmid stoppte alle weiteren Arbeiten am Bau des Lainzer Tunnels, im Volksmund Wildschweintunel genannt. In den Jahren zuvor waren starke Proteste und große Bedenken von vielen Gutachtern und Bürgerinitiativen vorgebracht worden. Besonders die spärlichen Rettungssysteme und die wirtschafliche Sinnhaftigkeit wurde von verschiedenen Seiten bezweifelt. Nun soll vorerst die Fananzierung nocheinmal geprüft werden.

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Nachrichten

Festmesse mit Erzbischof Squicciarini in der Schloßkirche

Datum 26.3.2000

WIEN-HETZENDORF. Nach der Vollendung der großen Renovierung fand in der Schloßkirche Hetzendorf mit seiner Hochwürdigsten Exzellenz dem Apostolischen Nuntius DDr. Donato Squicciarini, Titularbischof von Tiburnia, am Sonntag, dem 26. März im Jahre des Großen Jubiläums 2000, ein feierlich gestalteter Dankgottesdienst statt.

Der Lazaristen-Kalasantinerchor unter Regens chori Ing. Michael Halbwidl sang die Missa Mater Boni Consilii von Joseph Gruber Op. 154 und das Ave Maria von Franz Reismann.

Es war allen Hetzendorfern und Hetzendorferinnen eine Ehre, mit dem hochwürdigsten  Apostolischen Nuntius, den Vetreter des Heiligen Vaters in Österreich, die Fertigstellung der Kirchenrenovierung gefeiert zu haben.

Nach dem Festgottesdienst fand ein großer Empfang im Mariensaal statt, zu dem Rektor Kolaska persönlich geladen hatte. Es kamen auch viele Freunde aus benachbarten und entfernten Pfarrgemeinden, um die in neuem Glanz erstrahlenden Fresken und Ölgemälde zu bewundern.

(Tippow)


Nachrichten

Wunderschöne Platanen der S-Bahn-Station Hetzendorf gefällt!

Datum 11.1.2000

WIEN-HETZENDORF. In diesen Tagen wurde in Hetzendorf ein weitere Anschlag auf die Schönheit des Ortes verübt: Die 5 uralten, dicken Platanen, die seit Jahrzehnetn der verwahrlosten und häßlichen Schnellbahn-Station zumindest ein bißchen Schönheit schenkten, wurden von der Bahnverwaltung ohne Vorankündigung gefällt. Es ist klar, daß wir Hetzendorfer dagegen auch gekämpft hätten.

Unfaßbar, aber nicht ohne Vorahnung wurden die Bäume am Samstagmorgen, den 8. Jänner 2000 bis auf den blanken Stumpf heruntergeschnitten. Schon vor zwei Jahren hatte die überparteiliche Bürgerinitiative "Rettet Hetzendorf!" darauf hingewiesen, daß die wundervollen Bäume, die eigentlich unter Naturdenkmalschutz gehört hätten, auf der "Abschußliste" stehen. Damals hätten sie dem über diesen Abschnitt geplanten oberirdischen Teil des "Wildschweintunnels" weichen müssen.

Die Schnellbahnstation in Hetzendorf ist wohl die häßlichste in Wien überhaupt. Hatte die Gemeinde Hetzendorf ursprünglich eine recht ansehnliche Station mit gründerzeitlichen Gebäuden, wurde in den 70er Jahren eine wohl provisorische Stahlrohr-Pawlatschen errichtet. Das Alter will ihr keine Schönheit schenken und auch die ÖBB nicht. Armselig und Verlassen läßt die vielleicht nie modern gewesene Konstruktion die Hetzendorfer S-Bahn-Station aussehen.

Wie Hetzendorf Online in Erfahrung bringen konnte,  hatte der HLAG-Ombudsmann Ing. Treiber, das Fällen der meterdicken Bäume mit der Installation von Hochspannungsleitungen auf diesem Streckenabschnitt erklärt. Es läge ihm der Bescheid des Verkehrsministeriums vor, der derartige "Vorbereitungsmaßnahmen" zuließe. Die Verschandelung des Bahnhofes Hetzendorf ist also direkt auf den Bau des Lainzer Tunnels ("Wildschweintunnel") zurückzuführen.

Das Verkehrsministerium darf sich nach einer plausiblen Erklärung umsehen. Die Bezirksräte von Meidling sind aufgerufen, sich zu stellen. Wie war so etwas möglich? Wurden sie hintergangen?

 (Tippow)

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Gerüchte

Weitere Wohnungen für Hetzendorf?

Datum 11.1.2000

WIEN-HETZENDORF. Am Altmannsdorfer Anger werden unbestätigten Gerüchten zufolge gegenüber dem Schloßpark Doppelhäuser geplant. Das Grundstück ist derzeit (noch) als Grünland gewidmet. Daß sich das schnell ändern kann, ist uns Hetzendorfern bewußt. Genaueres ist noch nicht bekannt.

(Tippow)


 

chronik.diepresse.at berichtet:

Datum 15.5.1999

Integration vorantreiben

Die Wiener Grünen fordern mehr Unterstützung für private Träger von Kinderbetreuungseinrichtungen.

WIEN. "Weil die Stadt Wien private Träger von Kinderbetreuungseinrichtungen finanziell aushungert, können diese die Integration behinderter Kinder nicht vorantreiben." Grün-Gemeinderätin Susanne Jerusalem nimmt die drohende Schließung der Integrationsgruppe im "KIWI"-Kindergarten Hetzendorf zum Anlaß, darauf zu pochen, daß Integration in allen Einrichtungen gleich gefördert werden sollte. (KIWI = Kind in Wien). Die Privaten bieten laut Jerusalem knapp die Hälfte der 52.000 Kindergartenplätze in Wien, bekämen aber nur 16 Prozent der Gelder aus der Kindergarten-Milliarde.
Seit zwölf Jahren besteht der "Herzeigekindergarten" in Hetzendorf, jetzt werde ihm trotz Nachfrage von Elternseite der Geldhahn zugedreht, so Jerusalem im Gespräch mit der "Presse". Die Gemeinde sei nicht bereit, das Defizit in der Höhe von 240.000 Schilling abzudecken.
Jugendstadträtin Grete Laska kontert: "Genau das Gegenteil ist der Fall. Wir haben dieser Gruppe schon eine besondere Förderung gegeben, die Krippenförderung ist höher als die normale". Das Problem liegt laut Laska darin, daß in dieser Integrationsgruppe von 18 Kindern nur vier ganztägig untergebracht sind. "Es müßten mehr Ganztagskinder aufgenommen werden." KIWI unterhalte insgesamt mehr als 40 Gruppen, und es obliege auch dem Träger, wirtschaftlich entsprechend zu kalkulieren und die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen, so Laska.

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Update: 20.9.2003 by HETZENDORF ONLINE